Episode 19 - Zwischen Sekiro-Vibes und Boss-Recycling: Das große Onimusha-Streitgespräch

Während IGN eine glatte 10 von 10 zückt und das nächste Meisterwerk feiert, fliegen bei Gameslore Radio die Klingen: Alex und Marcel haben sich durch das neue Onimusha geschnetzelt – und könnten stellenweise kaum unterschiedlicherer Meinung sein. Wo Alex sich Hals über Kopf in eines der geschmeidigsten und wuchtigsten Kampfsysteme der letzten Jahre verliebt, sieht Marcel vor allem ein massives Pacing-Problem und unverschämte Spielzeitstreckung.

Ist der Titel das erhoffte Samurai-Fest oder hätte Capcom hier dringend fünf bis zehn Stunden wegschneiden müssen?

Die Themen dieser Folge im Überblick:

  • Tanz des Todes: Warum das Kampfsystem mit seinen Parrys, Directional Deflects und Wurf-Kontern absolut fetzt und sich wie ein choreografierter Tanz à la Sekiro anfühlt.
  • Miyamoto Musashi – Anime-Badass oder Nervensäge? Ein arroganter Antiheld ohne Bock auf seinen Dämonenhandschuh: Warum Alex den rauen Tonfall feiert, während Marcel ein inkonsistentes Leon-Kennedy-Abziehbild sieht.
  • Sasaki Ganryu & Co.: Starke Bösewichte, Kabuki-Tänzerin Okuni und der Vorwurf, dass Nebenfiguren mehr Tiefe besitzen als der eigentliche Oberschurke.
  • Die Copy-Paste-Falle: Strg+C und Strg+V des Zorns – wenn sich Minibosse 10- bis 20-mal wiederholen und ab der zweiten Spielhälfte keine neuen Bosse mehr auftauchen.
  • Hub-Welt & Pacing-Kollaps: Warum banale Lauf-Quests den Spielfluss ausbremsen und wieso ein linearer 10-Stunden-Trip dem Gesamterlebnis deutlich besser getan hätte.
  • Das Fazit: Von 6,5 bis 7,5 Punkten, fragwürdigen 100er-Wertungen der Spielemagazine und dem ewigen Vergleich mit Dawnwalker.