Alien: Isolation 2 angespielt – Planetenabsturz, Xenomorph-Terror und preisgekrönter Sound
Wir waren auf der gamescom – und wer unseren Podcast hört, weiß bereits, dass wir bei Sega eingeladen waren. Während sich Marcel Total War: Warhammer 40K vornehmen durfte, hieß es für mich: Ab in den Sci-Fi-Horror mit Alien: Isolation 2. Eins direkt vorweg: Es handelte sich um eine kurze Demo im Pre-Alpha-Stadium. Es gibt also definitiv noch eine Menge Feinschliff zu erledigen, aber das, was bereits spielbar war, hinterließ einen verdammt starken Ersteindruck.
Man muss dazu sagen: Ich liebe dieses Franchise abgöttisch. Umso ärgerlicher war es damals für mich, dass ich am ersten Alien: Isolation letztlich abgeprallt bin – für ein reinrassiges Survival-Horror-Game war der Erstling schlichtweg eine Spur zu langatmig gestreckt.
Frischer Wind auf fremdem Boden
Die Demo startete mit einem kurzen Intro, das die Brücke zum Finale des Vorgängers schlägt: Die Raumstation wurde bekanntlich zum Absturz gebracht. Das Problem an der Sache? Unsere neue Spielfigur befindet sich gerade auf dem Weg zu ihrer neuen Heimatbasis, genau in dem Moment, als die Trümmer der Station auf der Planetenoberfläche einschlagen. Für mich persönlich ist das schon jetzt ein genialer Schachzug, denn ein Planet bedeutet vor allem eines: spielerische und optische Abwechslung.

Als pflichtbewusster Hauptcharakter fackeln wir natürlich nicht lange und leiten auf eigene Faust eine Rettungsmission ein. Tja, ziemlich dumm gelaufen – vor allem, wenn man ahnt, welche Fracht da tatsächlich an Bord war.
Die ersten Minuten stapfen wir mitten durch ein peitschendes Unwetter durch dichten Wald. Und verdammt, dieser Sound! Es knallt, es stürmt und man hat unmittelbar das Gefühl, mitten im Geschehen zu stehen. Völlig zurecht hat Alien: Isolation 2 auf der Messe den Award für das beste Sounddesign abgeräumt.
Retro-Charme und blanke Panik
An den Überresten der Station angekommen, betreten wir das Wrack – und dieser unverkennbare, retrofuturistische Charme schlägt sofort wieder voll ein. Auf der Suche nach Überlebenden bahnen wir uns den Weg durch die zerstörten Stationssegmente und reparieren unterwegs provisorisch ein paar Systeme, bis wir schließlich auf ein noch funktionierendes Computer-Terminal stoßen.
Doch bevor wir überhaupt analysieren oder anhören können, was sich hier abgespielt hat, platzt uns auch schon der Xenomorph dazwischen. Ab diesem Moment heißt es augenblicklich: Beine in die Hand nehmen! Die Flucht gerät dabei zur doppelten Zerreißprobe: Wir müssen nicht nur der perfekten Tötungsmaschine entkommen, sondern uns auch noch vor den Wassermassen eines reißenden Flusses in Sicherheit bringen, der sich durch das Unwetter gebildet hat. Zum Glück gelang es mir, unentdeckt durch die Deckung zu huschen und heil zu entkommen.

Nach wenigen Minuten war der Spuk dann allerdings auch schon wieder vorbei – und ich stand mit der bitteren Erkenntnis da, dass ich die Demo am liebsten gar nicht mehr beendet hätte.
Pure Liebe zum Franchise
Alien: Isolation gehört einfach zu jenen Ausnahme-Titeln, deren dichte Atmosphäre man kaum in Worte fassen kann. In jeder Ecke spürt man die Liebe zum Franchise und zum kleinsten Detail. Allein wie sich der Xenomorph geschmeidig, schwer und absolut tödlich durch die Umgebung bewegt – das ist schlichtweg auf den Punkt getroffen.
Mein vorläufiges Fazit: Die Demo war extrem kurz, aber unglaublich intensiv. Ich will verdammt noch mal mehr davon sehen!
