Episode 18 - The Blood of Dawnwalker im Review: Rollenspiel-Hoffnung oder nerviges Zeit-Gimmick?
Ex-Witcher-Entwickler, ein finsteres osteuropäisches Vampir-Setting und ein Protagonist, der tagsüber als Mensch wandelt und nachts die Reißzähne ausfährt: Auf dem Papier klingt The Blood of Dawnwalker nach dem nächsten großen Rollenspiel-Hit. Nach dem Durchspielen herrscht am Mikrofon allerdings Diskussionsbedarf. Während Marcel das Writing und die finstere Welt verteidigt, treiben das erzwungene 30-Tage-Limit und generische Open-World-Mechaniken Alex regelmäßig an den Rand der Verzweiflung.
Die Themen dieser Folge im Überblick:
- Der Titel-Rant & die Prämisse: Warum schon der Name des Spiels für kollektives Kopfschütteln sorgt, wie Vampirfürst Brancis das pestgeplagte Tal unterjocht und wie Coens Rachefeldzug nach dem Verlust seiner Familie beginnt.
- Protagonist & fragwürdige Gefährten: Warum Alex mit Coens wehleidiger Art hadert, weshalb Marcels Wahrnehmung der Story deutlich gnädiger ausfällt und wieso Begleiter wie Schwarzmagierin Anka, der skrupellose Rebell Marat oder Vampirlady Lagra für Uneinigkeit sorgen.
- Der Elefant im Raum – Das Zeitsystem: Das starre 30-Tage-Korsett im Härtetest – warum Skill-Upgrades und simple Holztüren vor Bossarenen absurde Mengen an Zeitsegmenten fressen, während die Schnellreise komplett gratis bleibt.
- Open-World-Frust à la Ubisoft: Repetitive Kämpfe gegen dieselben Vampirbestien, nervige Wildschwein-Horden, das Erklimmen von Türmen und der direkte Vergleich mit Assassin’s Creed, Forspoken und The Witcher 3.
- Vampirkräfte vs. Normalsterbliche: Warum sich die Nachtseite nicht immer nach überlegener Raubtier-Macht anfühlt und weshalb das Dekret-System Spieler in Städten gnadenlos abstraft.
- Verkaufserfolg & Fortsetzungen: Über eine Million verkaufte Einheiten in den ersten drei Tagen, geplante DLCs und die Frage, warum ein Debüttitel so viele Erzählstränge für ein Sequel offenlässt.
