Episode 07 - Warhammer 40,000: Darktide im Test – Vom technischen Desaster zum Koop-Brett?

Warhammer 40,000: Darktide hatte am 30. November 2022 einen absolut fürchterlichen Start auf dem PC: Inhaltlich mager, technisch unsauber und mit einer Performance, die eine reine Katastrophe war. Doch nach unzähligen Updates, drastischen Verschiebungen der Konsolen-Versionen und einer Generalüberholung der Mechaniken steht das Spiel heute auf einem grundsoliden Fundament. In diesem ungeschönten Testbericht nehmen wir das Koop-Gemetzel der schwedischen Entwickler Fatshark im Detail unter die Lupe.

Wir seziere das gnadenlose Klassen-System: Vom anfängerfreundlichen Veteran (Astra Militarum) und dem fanatischen Nahkampf-Eiferer über den komplexen Psioniker (Mage-Klasse) und den massiven Tank-Ogryn bis hin zu den Neuzugängen wie dem schildbewehrten Arbitrator und den High-Tech-Elitesoldaten der Skitari (Adeptus Mechanicus). Als entbehrliches Kanonenfutter (Rejects) werdet ihr von der Inquisition in die gigantische, sterbende Makropolstadt Atoma geschickt, um euch durch Herrscharen des Chaos und Maden-zerfressene Dämonenmönche zu schnetzeln. Dabei glänzt das Spiel vor allem mit seinem herausragenden Environmental Storytelling und einem überragend wuchtigen, Nahkampf-fokussierten Trefferfeedback.

Abseits des grandiosen Spielgefühls beleuchten wir aber auch die Kehrseite der Medaille: Die prozedural generierten Levels im Freeplay und das tief verankerte Waffen-Crafting über die Techpriesterin Hadron. Obwohl Fatshark durch Waffenmeisterungsstufen und das gezielte Extrahieren von Segnungen (vergleichbar mit den Affixes aus Diablo 4) den nervigen RNG-Faktor stark minimiert hat, bleibt das Spiel eine treibende Grind-Spirale. Warum das stumpfe Prinzip „Horden schnetzeln, Materialien sammeln, Gear upgraden und den Schwierigkeitsgrad anziehen“ trotz banal wirkendem Missionsdesign eine fast schon perverse Faszination ausübt, erfahrt ihr in unserer ausführlichen Review.