Eigentlich schwöre ich auf die Peripherie von Glorious, aber diese Maus hat es mir angetan. Ja, das ist ein harter Cold Opener, aber die SteelSeries Aerox 3 Wireless (Gen 2) fühlt sich schlichtweg fantastisch an. Sie hat meine geliebte Model O Wireless ersetzt – und das innerhalb von nur fünf Minuten. Ohne Witz! Erwartet hier jetzt nicht das längste oder tiefschürfendste Spec-Review aller Zeiten. Ich werde zwar über die Features sprechen, aber am Ende des Tages bleibt die Aerox 3 Wireless vor allem eines: eine Maus, die sich verdammt gut anfühlt und einfach Spaß macht.
Federleichtes Waben-Design mit cleverer RGB
Auf der Maus finden wir das übliche Setup: fünf Maustasten, das Mausrad und eine dedizierte DPI-Taste, um die Abtastrate im laufenden Betrieb anzupassen. Optisch setzt SteelSeries auf das mittlerweile etablierte, moderne Waben- beziehungsweise Loch-Design, das den Nager auf federleichte 68 Gramm drückt.

Ein kleines, aber feines Hardware-Highlight ist für mich die smarte RGB-Beleuchtung. Standardmäßig ist diese so konfiguriert, dass sie sich automatisch abschaltet, sobald man die Maus bewegt. Das sieht optisch extrem cool aus und spart ganz nebenbei massiv Akku – womit wir schon beim nächsten großen Pluspunkt wären.
Das Akku-Wunder für Gaming und Home-Office
Besonders überrascht hat mich die Konnektivität. Die Aerox 3 lässt sich wahlweise über Kabel, USB-C-Dongle oder Bluetooth betreiben. Gerade letzteres Feature hat sie zu meinem treuen Begleiter im Arbeitsalltag gemacht. Mit der Akkuleistung bin ich hochzufrieden: Laut SteelSeries soll die Maus 120 Stunden über den USB-C-Dongle und sage und schreibe 200 Stunden über Bluetooth durchhalten. Mit der Stoppuhr nachgemessen habe ich das zwar nicht, aber die Maus war nun über eine Woche in meinem Besitz, hat mich täglich ins Büro begleitet und kam ohnehin mit „nur“ 76 % Ladung bei mir an. Trotzdem musste ich sie in dieser Zeit nur ein einziges Mal ans Kabel hängen. Ein hervorragender Wert!
Performance & E-Sports-Tauglichkeit
Kommen wir zur Leistung unter der Haube. Die Abtastrate beträgt 4 kHz, also 4.000 Aktualisierungen pro Sekunde – und genau so reaktionsschnell fühlt sich die Maus in der Praxis auch an. Man hat permanent das Gefühl, dass jede noch so feine Bewegung zu 100 % in Echtzeit auf den Bildschirm übertragen wird. Zusätzlich punktet der Sensor mit einem Maximum von 26.000 DPI. Kurzum: Die Maus liefert gnadenlos ab und ist damit absolut E-Sports-tauglich.
Software mit echtem Mehrwert
Bevor ich meinen Lobgesang beende, müssen wir kurz über die SteelSeries GG Software sprechen. Einerseits lässt sich hier die Maus komplett konfigurieren, wie man es von den meisten modernen Treibern kennt (DPI, Polling-Rate etc.). Das Interface ist dabei erfreulich übersichtlich gehalten, was ein großer Pluspunkt ist.

Das eigentliche Highlight ist aber der integrierte 3D Aim Trainer. Was auf den ersten Blick wie ein Gimmick für Wannabe-Pros wirkt, entpuppt sich als genialer Kniff: Die Software hilft euch aktiv dabei, eure perfekte Sensitivität für verschiedene Shooter zu finden. Ein richtig cooles Feature, das der Maus nochmal einen dicken Bonus einbringt.
Fazit
Fassen wir zusammen: Für 109,99 € bekommt ihr eine extrem gute und vielseitige Maus, die gerade Hybrid-Setups zwischen Gaming-Station und Arbeitsplatz enorm bereichert. Dank Bluetooth könnt ihr das gute Stück an jedem Laptop nutzen, ohne ständig auf den Dongle oder ein Kabel angewiesen zu sein. Wenn SteelSeries der Gen 3 jetzt noch ein Mauspad spendiert, das die Maus kabellos lädt, wäre ich restlos glücklich – und würde dem Hersteller meine Münzen einfach nur ins Gesicht werfen!
Vielen Dank an Steelseries für die Bereitstellung des Musters.

