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Marvel’s Spider-Man Remastered (PC) im Test

Marvel’s Spider-Man Remastered (PC) im Test

Sony hat es endlich geschafft, denn das beste Spider-Man Game hat seinen Weg aus der Exklusivität gefunden. Zwar kann man es jetzt “nur” auf PC spielen, aber mir reicht das, gerade in Anbetracht der Verbesserungen und der neuen Features, die es extra nur auf dem PC gibt. Fangen wir aber da an, wo eigentlich jede Review anfangen sollte: Worum geht es eigentlich?

Eine heldenhafte Geschichte

Einmal das Beste zur Story vorweg. Ihr spielt hier nicht die Origin-Story von Spider-Man nach. Also keine radioaktive Spinne und langwieriges Freischalten von Basics. Ihr könnt euch von Anfang an durch die gesamte Stadt schwingen, kämpfen und an der Wand krabbeln. Das bedeutet auch, dass Peter schon einige Jahre Spider-Man ist und mit beiden Beinen im Leben steht, na ja sollte er zumindest. Er lebt leider immer noch in einer Bruchbude und ist kurz davor, aus seiner Wohnung zu fliegen und wenn das noch nicht genug ist, taucht nach und eine neue Verbrecherbande auf, die nichts Gutes vorhat. Dementsprechend hat man Spider-Man allerhand zu tun und das nicht nur als Spider-Man, sondern auch als Peter Parker.

Wichtig ist, ihr übernehmt nicht nur die Rolle von Peter Parker, sondern auch von anderen Charakteren, wer diese Figuren sind, werde ich hier nicht spoilern.

Durch die Stadt schwingen

Jetzt aber erst einmal zu dem, was wirklich wichtig ist: das Gameplay! Hier macht Spider-Man Remastered keine Gefangenen, denn gerade das Movement und die Kämpfe sind einfach phänomenal. Gerade das Schwingen durch die Stadt hat ein so tolles Geschwindigkeitsgefühl, dass ich eigentlich nur im Tutorial die Schnellreise benutzt habe, ansonsten bewege ich mich lieber selber durch die ganze Stadt. Hierbei kann man klassisch Schwingen und sich an Kanten, Ampeln und Straßenbeleuchtungen heranziehen, um Geschwindigkeit aufzubauen. Nebenbei kann man ein paar Stunts machen, damit man ein paar Erfahrungspunkte verdient oder ein paar Verbrecher vermöbeln.

Auch das Kämpfen ist einfach toll gelöst bzw. ist ähnlich zu dem Kampfsystem von der Batman: Arkham-Reihe. Ihr prügelt, weicht aus und benutzt hier und da ein paar Gadgets, bis ihr einen Finisher ausführen könnt. Das fühlt sich allerdings so dynamisch und actionreich an, dass man immer wieder neuen Streit sucht. Neben dem offensichtlich Kämpfen könnt ihr an vielen Stellen auch heimlich vorgehen und eure Gegner hinterrücks erledigen. So könnt ihr teilweise ganze Gangs heimlich ausschalten oder aber die Reihen so ausdünnen, dass ihr eure Chancen verbessert.

Damit ihr aber beim Schleichen, Schwingen und Kämpfen was zu tun habt, könnt ihr durch gewonnene Erfahrungspunkte neue Aktionen freischalten, diese benötigt ihr teilweise auch für Nebenaktivitäten. Einige Aktionen, die gerade für das spätere Spiel wichtig sind, müsst ihr so erst mal freischalten, wie zum Beispiel das Entwaffnen von Gegnern.

Neben den Erfahrungspunkten, gibt es auch Marken, die aus Nebenaktivitäten bekommen könnt. So verdient ihr mit dem Aufklären oder Verhindern von Verbrechen Verbrechensmarken. Natürlich gibt es auch noch andere Herausforderungen wie Forschung oder Herausforderungen, aber diese werden nach und nach freigeschaltet und sehr gut erklärt. Mit den Marken könnt ihr neue Anzüge, Modifikatoren oder aber Gadgets freischalten. Also je gründlicher ihr das Spiel spielt, desto besser seid ihr für den nächsten Kampf gerüstet.

New York – Eine Stadt, die niemals schläft!

Spider-Man Remastered bietet eine klassische Open-World, das ist positiv, aber leider auch negativ. Denn ihr könnt, müsst oder dürft die Stadt abklappern, um Aktivitäten zu machen. Darunter sind die schon oben genannten Verbrechen, aber auch Forschungs-Mini-Spiele, Kampfherausforderungen oder aber das Fotografieren von Wahrzeichen. Ich habe jetzt nicht alle Aktivitäten aufgezählt. Trotzdem kann man schnell in das Abklappern von Sammelsachen abdriften und das wird vielen nicht unbedingt gefallen, das ist auch verständlich. Allerdings finde ich das in dem Fall von Spider-Man gar nicht schlimm, denn das Gameplay macht mir so viel Spaß, dass ich einfach gerne spiele und nicht einfach versuche, die Story durchzuhauen. Jede Aufgabe macht einen stärker und die Sprüche von Spider-Man sind einfach fantastisch. Zusätzlich wird man auch mit kleinen Dialogen belohnt. Das alles macht die Open-World auch spannend und spaßig!

Ein perfekter PC-Port?

Eines vorweg, wer Spider-Man auf dem PC spielen will, braucht einen potenten PC, vor allem aber ist die CPU sehr wichtig, da Spider-Man ordentlich Leistung fordert. Jedoch verdient sich das Spiel das auch, denn Spider-Man sieht super aus und das ohne Abstriche in der Auflösung oder in der Framerate! Denn der große Vorteil ist, ihr könnt alles haben, was die Konsole in verschiedene Modi packt, sofern ihr die Leistung habt. Bei mir läuft Spider-Man meistens mit über 100 FPS, allerdings gibt es da eine große Ausnahme und das ist das Schwingen, denn hier muss das Spiel so viel nachberechnen, dass die Framerate bis zu 30 FPS heruntergeht. Allerdings kann man das mit einigen Einstellungen auch feintunen. Neben einigen Features wie DLSS oder DLAA von Nvidia wird auch FSR 2.0 von AMD unterstützt. So könnt ihr, egal, welche Grafikarte ihr habt, etwas Leistung rauskratzen. Zusätzlich wird auch Ultrawide unterstützt.

Neben den grafischen Verbesserungen wird aber auch der DualSense-Controller der PS5 unterstützt, also habt ihr wirklich alle Features der Konsolen Version.

Abschließend kann man noch sagen, dass Musik und Ton top sind und einem Superhelden-Game würdig sind.

Fazit

Spider-Man ist und bleibt das aktuell beste Superhelden-Game auf dem Markt und mit dem PC-Port wurde alles richtig gemacht. Es sind alle DLC von Spider-Man Remastered enthalten, nur leider muss man noch auf das Miles Morales Spin-off warten. Trotzdem lohnt sich das Spiel für jeden, der es noch nicht gespielt hat oder einfach noch mal auf seinem PC zocken möchte.

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Masterpiece
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Pros

Tolle Superhelden Story

Extrem gute Steuerung

Tolle Grafik

Sehr guter Port mit allen Features die eine PC-Version braucht

Cons
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