„Persona 3“, ursprünglich im Jahr 2006 für die PlayStation 2 veröffentlicht, erlangte schnell Kultstatus durch seine fesselnde Handlung, einzigartigen Charaktere und das innovative Persona-System. Jetzt, viele Jahre später, erleben wir das Remake „Persona 3 Reload“, welches für den PC, die PS5 und Xbox Series veröffentlicht wird. Außerdem ist es Day One auch im Game Pass erhältlich.
Die Frage steht im Raum: Kann dieses Remake den heutigen Gaming-Standards gerecht werden?
In „Persona 3 Reload“ schlüpfen Spieler in die Rolle eines Schülers, der sich in einer neuen Schule behaupten muss. Schnell findet man neue Freunde und erlebt das Schulleben in all seinen Facetten, von Schulfragen über Clubaktivitäten bis hin zu entspannten Abenden mit Freunden.

Außerhalb der Schulzeit bietet das Spiel eine gewisse Freiheit, die es ermöglicht, die Welt per Schnellreise zu erkunden, einzukaufen, zu arbeiten oder einfach früh zu Bett zu gehen.

Diese Aktivitäten sind allerdings wichtig, um die eigenen persönlichen Merkmale, wie etwa Intelligenz, zu steigern. Auch das Einkaufen vor dem Betreten des Dungeons kann essenziell für den erfolgreichen Abschluss von der ein oder anderen Stage sein. Die Dungeons kann man gut mit der Metro aus „Persona 5“ vergleichen, wobei auch etwas Feeling der Palaces mitspielt.
Die „Dark Hour“, eine mystische Stunde, die nur wenige Menschen wahrnehmen, darunter auch der spielbare Charakter und seine engsten Vertrauten, führt in eine andere Welt. Hier offenbaren sich die faszinierenden Personas – Kreaturen mit individuellem Design und einzigartigen Fähigkeiten, die dem Spieler im rundenbasierten Kampfsystem strategische Optionen bieten. Neue Features wie die Analyse und das schnelle Auswahlmenü tragen dazu bei, den Kampfprozess zu beschleunigen und taktisch zu gestalten. Mit maximal drei Partymitgliedern, dafür aber sehr vielen Personas und fusionierten Personas mit diversen Fähigkeiten, ist es taktisch zwar begrenzt, wird aber nicht langweilig. Es entfaltet an der Stelle schnell ein gewisses Pokémon-Feeling, da man auch alle möglichen Personas sammeln und/oder zu neuen Personas fusionieren möchte.

Ein kleiner Kritikpunkt liegt in der fehlenden klaren Anzeige, wann im Dungeon die Geschichte weitergeht. Dann ist beispielsweise ein Gang versperrt und man darf erst dann in die nächste Etage, wenn es Story-technisch Sinn macht. Trotzdem beeinträchtigt dies das Spielerlebnis nur minimal.

Besonders beeindruckend ist der dunkle Touch der Storyline, der „Persona 3 Reload“ von seinem Nachfolger „Persona 5“ abhebt. Zwar war „Persona 5“ schon teilweise düster, doch mit der „Dark Hour“ und dem Erkunden dieser, wird es nochmals etwas düsterer. Dabei gibt es aber auch angenehme Gegenstücke, wie etwa das Schulleben, sodass sich hier die Waage wunderbar gehalten wird.

Die ausgewogene Mischung aus dynamischen Kämpfen, einer gut erzählten Story und den Freiheiten der Freizeitaktivitäten ist gelungen und lädt zu einigen Spielstunden ein. Sehr oft ist es sehr schwierig, sich zu lösen, obwohl man vergleichsweise häufig speichern kann. Der Gameplayloop, der aus den Kämpfen, aus den schulischen und Freizeitaktivitäten besteht, geht einfach auf.
Die UI des Spiels ist herausragend gestaltet, mit schicken Menüs und zahlreichen Speichermöglichkeiten.
Auf der PS5 läuft das Spiel einwandfrei, sieht großartig aus und weist keine Bugs auf. Auch das Komplettieren der Trophäen, um letzten Endes die Platin-Trophäe zu ergattern, ist fair und motivierend gestaltet.
Fazit
„Persona 3 Reload“ ist ein zeitloses Meisterwerk, das sich nahtlos in die Riege der anderen Persona-Spiele einreiht. Für Fans von „Persona 5“ ist der Kauf uneingeschränkt zu empfehlen, da das Spiel nicht nur das gewohnte Spielerlebnis bietet, sondern auch mit einer dunkleren, einzigartigen Story aufwartet.
Ein gelungenes Remake, das die Magie von „Persona 3“ in die moderne Gaming-Ära transportiert.