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Evil Dead The Game (PC) im Test

Evil Dead The Game (PC) im Test

Mal im Ernst: Wenn der Godfather of Horror Movies endlich ein halbwegs vernünftiges Videospiel abliefern würde, dann wäre das schon ein Grund zum Feiern. So war bei der Ankündigung von Evil Dead The Game mein Hype extrem stark. Leider stellte sich heraus, dass es ein asymetrisches PvP-Horrorgame à la Dead by Daylight oder Freitag der 13. werden sollte. Für mich sind diese Titel leider immer ein rotes Tuch, da sie stark unter Balancing-Problemen leiden oder sehr schnell sehr ermüdend sein können. Trotzdem, schon mal so viel vorweg: Ich liebe das Evil Dead Game, denn es passt diesmal alles zusammen!

Ashy Slashy

Ein richtiges Evil Dead Game wäre kein Evil Dead Game ohne seinen Hauptcharakter – und das ist Ash Williams verkörpert von Bruce Campbell! Diesen könnt ihr gleich in mehreren Ausführungen spielen, darunter auch den aktuellen und gut gealterten Ash William aus Ash vs Evil Dead! Zusätzlich gibt es aber auch die Varianten aus den beiden Tanz der Teufel-Filmen und aus Armee der Finsternis. Auch andere Charaktere aus dem Evil Dead-Universum sind vertreten, darunter einige aus den alten Filmen und einige aus der aktuellen Serie. D diese müsst ihr aber großteilig freispielen.

Bei der Wahl des Charakters kommt es auch darauf an unterstützend zu sein!

Jeder der spielbaren Dämonenjäger hat allerdings einen eigenen Skilltree, der zum Teil aus immer denselben Skills besteht, wie zum Beispiel mehr Gesundheit von Anfang an, aber auch einige Besonderheiten hat. Skills schaltet man außerdem frei, indem ihr spielt und Erfahrungspunkte verdient, also es gibt jetzt keine Microtransactions oder In-Game-Währung. Es gibt nur einen Season Pass, der ein paar Outfits und die kommenden drei DLCs enthält.

Leider fehlen mir noch ein paar Charaktere aus dem Evil Dead Film von 2013 und es kommen hoffentlich auch ein paar Charaktere aus dem neuen Evil Dead Film, der dieses Jahr starten soll dazu.

Neben dem normalen Online-Spiel habt ihr noch die Möglichkeit, Missionen zu spielen. Mit diesen schaltet man Bonus Outfits und Charaktere frei. Diese sind zwar recht schwer vom Schwierigkeitsgrad, machen aber trotzdem extrem viel Spaß, auch wenn ich immer noch an einer hänge, die ich einfach nicht schaffe.

Auch der Delta ist mit dabei!

Kommen wir aber nun erst mal zum Ablauf einer normalen Runde im Spiel:

Als Jäger ist es euer Ziel, das Necromonicon zu erbeuten und den Dämon von der Map zu bannen. Dazu müsst ihr Waffen finden, Leveln und Ziele erfüllen. Das Leveln ist besonders wichtig, denn neben den Skilltrees könnt ihr in einer Runde auch noch einmal leveln. Dazu müsst ihr Pink-F sammeln. So könnt ihr Nah- und Fernkampfschaden erhöhen sowie euren Angstwiederstand oder das Schild verbessern. Gerade der Angstwiederstand ist extrem wichtig, denn wenn ihr zu viel Angst habt, kann euch der Dämon über die Map hinweg orten und vor allem besetzen. In dem Fall dürft eine kurze Zeit nur zu gucken, wie der Dämon eure Mitspieler*innen mit eurem Char angreift. Um die Angst zu verringern, muss man entweder an einem Feuer stehen oder aber eine bestimmte aktive Fähigkeit nutzen. Zusätzlich bekommt ihr weniger Angst, wenn ihr mit euren Mitspielern zusammen seid.

Ah die Hütte in der alles Begann!

Kommen wir jetzt aber mal zu den Zielen. Hier müsst ihr zuerst einmal drei Teile eine Karte finden. Diese sind auf der Map verstreut. Dann müsst ihr einmal eine verlorene Seite des Necronomicon bergen und den kandarianischen Dolch sichern. Dazu müsst ihr zweimal einen bestimmten Punkt verteidigen. Das könnt ihr nacheinander machen oder ihr teilt euch auf und versucht beide Items gleichzeitig zu erobern. Zu guter Letzt müsst ihr noch einen Boss besiegen und das Necronomicon in einem Last-Stand verteidigen. Während des Last-Stands gibt es außerdem kein K.O. mehr und ihr oder eure Mitspieler*innen sterbt sofort, wenn eure HP auf null sinken. Neben Gegnern, die so auf der Map verteilt sind, wird euch der Spieler, der die Rolle des Dämons übernimmt, euch versuchen das Leben schwer zu machen.

Besessenheit, Blut und Dämonen

Neben den Dämonen-Jägern oder Überlebenden gibt es natürlich noch einen übermächtigen Dämon, so wie es sich gehört für ein asymmetrisches Multiplayer-Game. Es gibt insgesamt drei kanderianische Dämonen, darunter der Nekromant, bekannt aus Armee der Finsternis, dessen Boss der böse Ash aus dem Film ist oder aber der Puppenspieler, dessen Boss Eligos ist – bekannt aus Season 1 von Ash vs Evil Dead. Zu guter Letzt gibt es noch den Kriegsherrn, dessen Boss ist Henrietta Knowby bekannt aus Evil Dead II oder Ash vs. Evil Dead Season 2. Auch die Dämonen wollen gelevelt werden und werden so noch mächtiger und das ist leider aktuell ein Problem. Denn die Dämonen sind extrem stark und auch als mittelmäßiger Spieler oder Spielerin stehen die Chancen sehr gut, die Dämonen-Jäger einfach zu überrollen. Spätestens im Endgame ist der Dämon extrem stark und wenn die Jäger nicht gerade einen Speedrun machen, levelt der Dämon schnell genug mit, damit er spätestens im Last-Stand gewinnt. Wenn man dann noch mit Matchmaking als Jäger spielt, hat man sehr oft leider absolut keine Chance!

Evil Ash aus Armee der Finsternis

Als Dämon geht es darum alle Jäger zu töten oder aber das Necronomicon am Ende des Matches zu zerstören. Dazu sammelt man In-Game Höllenenergie und versucht schnell zu leveln, denn neben den Skilltrees besitzt auch der Dämon während der Runde ein unabhängiges Level, dass die aktiven Skills freischaltet. Darunter das Rufen von normalen, Elite- oder Boss-Einheiten, die die Jäger versuchen zu töten. Wobei normale und Elite-Einheiten eine KI haben, aber besetzt werden können, muss der Boss immer vom Dämon selber gesteuert werden. Dieser ist also einfach die körperliche Form des Dämons. Allerdings kosten alle Fähigkeiten Höllenenergie und diese muss durch fliegende Orbs gesammelt werden. Zusätzlich könnt ihr auch noch Jäger besetzten, die zu viel Angst haben, also ist es auch wichtig immer auf die Angstanzeige der Jäger zu achten. Durch das Besetzen der Jäger übernehmt ihr die Steuerung und könnt so die anderen Jäger mit der aktuellen Ausrüstung des besessenen Charakters angreifen. Oder ihr klaut mal eben das Fahrzeug der Jäger oder ihr besetzt kurz einen Baum.

Freunde, Freundeslisten, Lobbies und Crossplay

Kommen wir zur ersten guten Nachricht, denn es gibt Crossplay und das mit PlayStation- und Xbox-Spieler*innen. Leider führt das auch zur ersten schlechten Nachricht, denn ihr müsst im Spiel eure eigene Freundesliste über den Menüpunkt “Sozial” pflegen, auch wenn ihr nur mit Freunden auf derselben Plattform spielen wollt. Und ihr müsst dann noch immer über das Spielen-Menü eine Gruppe aufmachen und das nach jeder Runde und das nervt leider extrem. Der Ablauf ist also aktuell: Auf “Spielen” klicken, Leute einladen, warten bis alle da sind, ein Match suchen, die Runde spielen und dann wieder mit Leite einladen anfangen. Ich hoffe, dass das noch etwas einfacher gemacht wird und man etwas schneller ins Matchmaking kommen kann ohne, dass man immer eine neue Gruppe erstellen muss.

Technik

Die Grafik ist super auch technisch läuft Evil Dead höllisch gut. Der Soundtrack und die originalen Sprüche der Charaktere sind gerade für Fans einfach genial! Nur die Steuerung mit Maus und Keyboard hängt leider etwas den Controllern hinterher.

Fazit

Evil Dead ist für 39,99€ bei Epic einfach ein geniales Game, egal ob ihr mit Freund*innen oder als Dämon spielt, es macht immer Spaß! Leider fehlt es immer noch etwas an Content. So wäre zum Beispiel ein Battle Pass oder sowas eine schöne Ergänzung, damit man auch einen Anreiz hat länger zu spielen. So macht es zwar Spaß, aber nach ein paar Runden ist dann auch erst einmal die Luft raus.

0
Amazing
85100
Pros

Extrem genialer Fanservice

Gameplay fördert Teamplay

Dämonen spielen sich erfrischend anders

Original Voicelines aus Filmen und Serie

Alle nennenswerten Charaktere sind spielbar

Cons

Leider nach einigen Runden etwas eintönig

Die Missionen sind teilweise sehr schwer

Der Dämo wirkt etwas zu übermächtig

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