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Despot’s Game: Dystopian Army Builder – 16Bit Snack für Zwischendurch

Despot’s Game: Dystopian Army Builder – 16Bit Snack für Zwischendurch

Despot’s Game: Dystopian Army Builder wirft euch in einen Dungeon Crawler im 16Bit Gewand. Auf den ersten Blick wirkt das Ganze sehr 08/15 und ist auch sehr schlicht gehalten. Jedoch weiß das Game mit ein paar netten Zuckerstreuseln hier und da den Spieler bei der Stange zu halten. Aber eins nach dem anderen. So wirst du gleich zu Anfang des Spieles daran erinnert, dass du eigentlich nix Besonderes bist und dass man nicht von dir erwartet, dass du das Labyrinth lebend verlässt.   

An schrägen Humor mangelt es dem Spiel auf jeden FAll nicht.

Aber um was geht es eigentlich? Das Ganze ist schnell erklärt. Du steuerst eine anfangs kleine Anzahl an „Eierköpfen“, so nennt das Spiel Menschen, durch ein simpel angelegtes Labyrinth von Räumen und bestreitest dabei automatisch ablaufenden Kämpfe.  Zwischendurch könnt Ihr in einigen Räumen auf verschiedene Charaktere treffen, die euch mit Nebenquests versorgen, die Ihr machen könnt, aber nicht müsst. Zum Lohn hagelt es Münzen, Wissen oder Mutationen. Dazu später aber mehr.

Fangen wir mal mit den Kämpfen an. Das Ganze ist recht simpel gehalten und überfordert einen auch nicht sofort mit strategischem Tiefgang. Vor jeder Runde müsst Ihr euch lediglich dafür entscheiden, wo eure Figuren im Raum platziert sind. Das erinnert einen etwas an Auto Chesst Spiele. Aber auch hier ist der Vergleich nur angelehnt. Nach dem Start der Runde gehen beide Parteien aufeinander los und fechten ihre Kämpfe komplett selber aus. Wenn Ihr siegreich sein solltet, öffnet sich ein Shop. Hier könnt ihr neue Eierköpfe rekrutieren und mit allerhand Equipment ausrüsten. Und hier liegt auch schon der erste schöne Haufen Zuckerstreusel. Bei den Gegenständen, die ihr erwerben könnt, handelt es sich nicht um Standard Waffen, sondern viele der Items sind an Gegenständen aus allerhand Spielen, Filme oder Serien angelehnt. So könnt ihr beispielweise das Schatten-Shuriken aus Naruto, oder aber auch das heilige Schwert Exkalibur, oder einen der Elben Ringe aus Der Herr der Ringe kaufen.  Und gerade beim Schwert Exkalibur gibt es noch einen Bonus-Witz. Der Träger wird ja nicht zufällig der Auserwählte sein. Also schlägt der kleine Wicht zwar mit dem Schwert zu, jedoch hängt dieses noch im Stein fest, also verdrischt der kleine tapfere Soldat die Gegner nicht mit dem Schwert, sondern mit dem Stein, der noch am Schwert dran klebt. Witziges kleines Detail, was ich den Entwicklern deutlich als Pluspunkt anrechne.

Ja, auch vor Half Life 2 macht man nicht halt. Aber das macht auch irgendwie den Charme aus.

Auch bei der Wahl der Gegner macht Despot’s Game: Dystopian Army Builder nicht halt vor Andeutungen und Plagiaten. Hier wird sich auch an allem, was die Nerdkultur hergibt, bedient. Sei es Spiderman, Gegner wie Dr. Ok oder auch die die dreibeinigen Herrscher aus Krieg der Welten. Auch vor Dr. Who machen sie nicht halt. Die Daleks erwarten euch recht früh im Spiel.

Auch bei den Nebenmissionen gibt es immer wieder Referenzen auf Filme und Spiele. So musste ich den T-Virus aus Resident Evil besorgen, um einem Wissenschaftler zu helfen, seine Eierköpfe gefügiger zu machen. Schon witzig. Auch die Dialoge machen Spaß und sind so herrlich schwachsinnig, dass man sich den ein oder anderen Lacher einfach nicht verkneifen kann.

Ab und an findet man kleine Nebenmissionen, die meist als Referenz auf andere Spiele oder Filme herhalten.

Jetzt kommen wir aber dennoch mal zu etwas Tiefgang.  Joa, viel gibt es da nicht, aber dennoch sollte man dieses nicht außer Acht lassen. Denn man muss gucken, wie man seine Eierköpfe versorgt. Wie das gemeint ist? Ganz einfach. Die ganzen Mäuler wollen gestopft werden. Man muss also drauf achten, dass man immer genug Essen dabei hat. Denn reicht dieses nicht aus, so sterben deine Vasallen irgendwann am Hungertod. Denn jedes Mal, wenn man sich innerhalb des Labyrinths von einem Raum in einen anderes bewegt, kostet dies Nahrung. Und je nach dem, wie viele Eierköpfe du dabei hast, desto mehr Einheiten Nahrung kostet dich jeder Zug. Jedoch kann man auch nach bestimmten Kämpfen neue Nahrung kaufen. Auch hast du die Wahl in einigen Räumen deine Menschen zu opfern, um an etwas Nahrung zu kommen. Und so kämpfst du dich von Raum zu Raum und von Boss zu Boss.

Das macht schon Spaß, aber hält einen nicht lange am Ball. Dazu fehlt es dann doch etwas an Tiefgang und an Abwechslung. Aber für ein paar Runden zwischendurch ist Despot’s Game: Dystopian Army Builder auf jeden Fall gelungen und gut zu gebrauchen.

Abschließend sei gesagt, Despot’s Game: Dystopian Army Builder weiß mit seinem Humor und seiner schlichten Optik sowie Anspielungen an Spiele, Filme, Serien und anderen Knotenpunkten der Nerdkultur zu punkten. Jedoch reicht das alles nicht aus, um den Spieler längere Zeit zu fesseln. Für ein paar schnelle Runden zwischendurch reicht es aber alle Male. 

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