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Ratchet & Clank: Rift Apart (PS5) im Test

Ratchet & Clank: Rift Apart (PS5) im Test

Kennt ihr diese Spiele, die man über alles in seiner Kindheit geliebt hat und die dann Jahre später endlich wiederkommen? So ähnlich geht es mir mit Ratchet & Clank: Rift Apart. Fangen wir jetzt aber erst einmal bei der Story an!

Dimensionen können zerbrechen?

Ratchet and Clank: Rift Apart spielt nach den Ereignissen von A Crack in Time und wir wissen auch, dass die Lombax, Ratchets eigene Rasse, in einer eigenen Dimension existieren. Deshalb will Clank Ratchet auch helfen, endlich seine eigenen Leute zu treffen. Leider geht das schief, denn Dr. Nefarius klaut den Dimensionator, ein Gerät, um in andere Dimensionen zu reisen. Leider macht er den Dimensionator beim Versuch, alle in eine Dimension zu ziehen, in der er gewonnen hat, kaputt. Dabei zerbricht auch das Raum-Zeit-Gefüge und die Dimensionen fangen an zu zerbrechen.

Einfach mal etwas durch die City grinden

Auf der Reise durch die Dimensionen werden Ratchet und Clank getrennt, dabei trifft Clank Rivet, ein Lombax aus einer anderen Dimension, die ihm hilft, wieder zurück zu Ratchet zu kommen.

Die Stimme kenne ich doch!

Interessant ist dabei, dass eigentlich alle Figuren im Deutschen von ihren bekannten Synchronsprecher*innen gesprochen werden – bis auf Nefarius, der wurde leider ersetzt. Eine Stimme kam mir sehr bekannt vor und das war Rivet, denn diese wird von Lara Trautmann gesprochen.

Auch Rivet hat ihre emotionalen Szenen!

Im Englischen wird Rivet außerdem von Jennifer Hale gesprochen. Diese hat auch in Mass Effect 3 Commander Shepard gesprochen. Leider wurde der englische Sprecher von Captain Qwark ersetzt, da der ursprüngliche Sprecher mit Alzheimer und COVID zu kämpfen hat.

Der Rest des Spiels ist allerdings, egal in welcher Sprache, ausgezeichnet vertont und auch der Soundtrack, der vom Komponisten von God of War (2019) stammt, ist stimmig. Also auch hier kann man sich auf höchste Qualität freuen!

Es ist doch alles Gold, was glänzt?

Kommen wir jetzt mal zur Grafik, denn diese ist phänomenal. Es sieht alles wie in einem Pixar-Film aus. Es gibt insgesamt drei verschiedene Grafik-Modi. Als Erstes wäre da der Grafik-Modus, hier gibt es 30 FPS bei 4k mit Raytracing und ganz ehrlich der macht ordentlich was her, leider ist das nicht der Modus, den ich empfehlen kann, da die FPS auf 30 begrenzt sind. Die Kämpfe können schon einmal recht hektisch und vor allem schnell werden.

Es ist immer viel auf dem Bildschirm los!

Man sollte auf jeden Fall einen der Performance-Modi wählen. Das wäre zum einen der 60 FPS 4k-Modus. Dieser sieht immer noch genial aus und ist gestochen scharf. Es fehlt zwar das Raytracing, allerdings fällt das kaum auf, da die Screen-Space-Refelctions sehr gut sind und die meisten Beleuchtungen nicht von Raytracing zu unterscheiden sind. Das ist auch der Modus, den ich jedem empfehlen kann, da sich dieser am besten spielen lässt. Bei dem Performance-RT-Modus muss man auf Auflösung verzichten, was an sich nicht schlimm wäre, aber leider gibt es kleinere Grafik-Bugs beim Raytraycing. Diese äußern sich in schwarzen Pixeln auf dem Bildschirm.

Ballern, ballern und noch mehr ballern

Kommen wir aber nun zum wichtigsten und das ist das Gameplay, denn neben den altbekannten Jump’n’ Run-Einlagen kommen ein paar neue Sachen hinzu. Da wären zum einen die Rifts, diese helfen euch schnell von Punkt zu Punkt zu kommen, da ihr euch quasi durch zu einem anderen Punkt teleportiert. Dann kommt noch das Ausweichen und das Wallrunning hinzu, denn durch ein paar glückliche Fügungen in der Story, bekommt ihr ein Gerät, dass euch ausweichen lässt und das sogar durch Kraftfelder hindurch. Zusätzlich könnt ihr an bestimmten Flächen auch an der Wand laufen.

Auch Bosse gehören zu den Gegnern dazu.

Das wichtigste sind jedoch wieder die Waffen und die Shooter-Mechaniken, denn wo ihr euch in den alten Teilen noch häufig auf euren Schraubenschlüssen verlassen habt, müsst ihr die Kämpfe mit viel Waffengewalt bestreiten. Das bedeutet aber nicht, dass ihr den Schlüssel nicht nutzen könnt, vielmehr ist durch die Anzahl und der verschiedenen Typen von Gegnern einfach nicht mehr so häufig die Gelegenheit gegeben, in den Nahkampf zu gehen. Gerade die Kombination aus selbstfeuernden Gadgets und einem Raketenwerfer ist hier besonders hilfreich. Die verschiedenen Waffen werde ich jetzt aber nicht spoilern, da diese einfach alle fantastisch sind und man diese wirklic für sich entdecken muss.

Preis-/Leistungsverhältnis

Kommen wir aber jetzt zu einer etwas kontroversen Problematik: Die Preisgestaltung von Sony, denn diese hat es in sich. Ich habe für meinen ersten Run ca. 10h benötigt und auch jedes optionale Ziel erfüllt und viel gesammelt, aber noch nicht alles. Insgesamt habe ich mit der Platin-Trophäe ca. 20 Stunden benötigt, das ist für 79,99€ schon recht wenig, allerdings ist Ratchet & Clank: Rift Apart ein fantastisches Spiel, das mir wirklich extrem viel Spaß gemacht hat und ich auch garantiert immer mal wieder spielen werde.

Man darf sogar fliegen.

Jedoch muss man sich wirklich überlegen, ob das wirklich ein Preis ist, den man bezahlen möchte. Andererseits wird die Produktion von Spielen immer teurer und die Qualität ist unfassbar, gerade die Grafik und der Sound können einen echt vom Stuhl hauen.

Fazit

Trotz der Preis-Problematik ist Ratchet & Clank ein wirklich tolles Spiel für jede Altersgruppe und man sollte sich diesen Titel nicht entgehen lassen, gerade weil man hier einen fantastischen Jump’n Run-Titel bekommt, den es so in der Art nur noch sehr sehr selten gibt. Dazu kommen die wirklich tollen Charaktere und ihre Sprecher*innen, die wirklich extrem gut sind. Einzig und alleine die kurze Spielzeit ist nicht so toll, aber auch darüber kann man hinweg sehen, wenn man dieses Spiel auf seine 100% bringt und auch alles sammelt und alle Nebenmissionen macht.

0
Meisterwerk
90100
Pro

fantastische Sprecher und Charaktere

Tolles Gunplay

Abwechslungsreiche Level

Kontra

Kurze Spielzeit

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