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Maneater – Das OOWlshARkPG

Maneater – Das OOWlshARkPG

Sagt ein Fisch zum anderen: „Hi!”. Sagt der andere: „Wo ist ein Hai?”.

So genug der schlechten Hai-Witze! Denn Maneater ist ein richtiger Leckerbissen, es ist halt der heilige Gral unter den ShaRkPGs! Schreibe ich das gerade wirklich zu einem Spiel, in dem man einen Hai mit etwas zu viel Appetit spielt? Schon, denn Maneater bedient ein Genre, von dem ich gar nicht wusste, dass ich es brauche!

Von Sharknado zum Weißen-Hai!

Abwasserkanäle und andere Tunnelsysteme gibt es überall!

Der Anfang von Maneater ist einfach absoluter Trash und das ist gut so. Ihr spielt ein ausgewachsenes Bullenhai-Weibchen, das ihren unerbittlichen Schwangerschaftsgelüsten etwas zu viel Lauf lässt und so fresst ihr euch durch Fische, Menschen und Hai-Jäger – und die haben es in sich. Leider kommt Scaly Pete dazu und fängt die werdende Mutter, aber keine Angst: Ihr spielt das Kind und dürft euch an die Spitze der Nahrungskette fressen.

Blut, Schreie und ein paar Haie

Wer jetzt denkt, mit der Story hört der Trash auf, hat sich geschnitten! Denn Maneater ist ein Gesamtkonzept, das so gar nicht fischig ist. Wie die Entwickler versprochen haben, spielt ihr ein richtig echtes ShaRkPG und so könnt ihr durch jeden von euch verspeisten Fisch oder Menschen Erfahrungspunkte, Mineralien, Proteine, Fette oder Mutagene bekommen. Mutagene??? Ja genau, auch wenn das hier nicht The Wichter ist, gibt es Mutagene und die haben es in sich.

Knochenpanzer gibt es auch für Haie!

Ihr bekommt durch abgeschlossene Ziele neue Mutationen bzw. Körperteile, diese können euch Gift versprühen lassen oder euch zu einem schwimmenden Knochenpanzer machen, aber mein Favorit sind die bioelektrischen Teile, denn diese lassen euch als einen Blitz durch das Wasser schwimmen und beim Ausweichen verschwindet ihr für kurze Zeit. Diese Teile können durch die Ressourcen, die man sammelt, aufgelevelt werden und verändern sogar ihre Optik. So sieht man mit aufgerüsteten Teilen Megalodon gut aus. Trotzdem steigt ihr auch noch im Level, wobei das Levelcap bei 30 liegt und ihr euch vom kleinen handzahmen Babyhai zum ausgewachsenen Megahai entwickelt. Dazu wachst ihr mit jedem Level. Ihr fangt klein an und endet bei einem neun Meter Hai. All das lässt das Gesamtkonzept wirklich glänzen.

Photolumineszenz gibt es auch bei bioelektrischen Haien

Abwechslung gibt es nur beim Futter

Leider ist das Gameplay leider absolut nicht abwechslungsreich, ihr fresst hier und da mal ein paar Fische oder Menschen, jagt euch einen Spitzenpredator und schaut euch eine Cutscene mit dem Antagonisten an. Hier und da erledigt man noch ein wenig Sammelkram, aber so wirklich gibt es keine Abwechslung. Trotzdem ist der Gameplay-Loop einfach nur super.. Das liegt vor allem daran, dass Maneater kein sonderlich langes Spiel ist und man einfach mit jeder Schuppe in das kühle Nass von Maneater eintauchen möchte und falls einem das Wasser mal etwas zu trocken wird, springt man an Land und frisst am Strand ein paar Menschen. Später muss man allerdings wieder ins Wasser hüpfen, denn sonst erstickt man! Ja genau, man erstickt, denn Fische können mit ihren Kiemen nicht an Land atmen!

Maneater – Das K steht für Gefahr!

Untermauert wird das Spiel von einem Erzähler, der wohl über eine Hai-Doku spricht! Die Sprüche sind dabei einfach nur herrlich bekloppt, genauso wie eigentlich alles in dem Spiel! Tripwire hat hier absolut gar nichts ernst genommen und so fresst ihr Nahrungsergänzungsmittel und anderes beklopptes Zeug. Zusätzlich macht ihr Bekanntschaft mit einigen Sehenswürdigkeiten, die allesamt Easter-Eggs oder Gags sind. So erkundet ihr Schreine, die den Großen Alten Göttern gewidmet sind, ihr findet ein Hook-Easter-Egg oder aber die drei Muscheln aus Demolition Man. All diese Kleinigkeiten zeugen einfach nur von einer verrückten Liebe zu Haien.

Haie haben ein verdammt gefährliches Grinsen

Teschnick, oder wie man das schreibt…

Leider hat Maneater in unserer Review-Version mit nervigen Bugs zu kämpfen. So kommt man nicht mehr aus dem Grafikmenü mit den angezeigten Tasten heraus und die Kamera dreht sich manchmal an Land wieder in die entgegengesetzte Richtung. Leider ist das nicht das Schlimmste: Nach einiger Zeit, wenn man am Stück spielt, kommt es zu immer stärker werdenen Rucklern oder zu spontanen Ladescreens, ohne dass was geladen wird. Dafür spawnen dann neue Fische. Trotzdem nerven diese Sachen ziemlich, gerade, da das Gameplay einfach mega viel Spaß macht.

0
Sehr gut
85100
Pro

Einfach nur ganz viel Humor

Interessantes Gameplay, dass es so noch nicht gab

Trashige Story

Kontra

Bugs und Performance Probleme

Etwas eintönig

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